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Meta Morfoß und die Champions League

„Kommen wir zum Fußball …“
Was hat Daktylos Media mit der Champions League zu tun? Eben eine Menge: Wir hatten euch vor einem Monat schon die MDR-Reportage „Völlig vernetzt – Fluch und Segen der digitalen Welt“ angekündigt, in der heute Abend unser Start-up und die Meta Morfoß App vorgestellt werden sollten. Diese Sendung wird auf den 1. April 2015 verschoben, Sendezeit bleibt 20:45 Uhr. Der Grund: Auf ZDF wird zur gleichen Zeit das Champions League Spiel zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin ausgestrahlt.

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Also, merkt euch den neuen Termin vor: Exakt – Die Story: „Völlig vernetzt – Fluch und Segen der digitalen Welt“
1.4.2015, 20.45–21.15 Uhr im MDR-Fernsehen bzw. im Livestream unterwww.mdr.de und in der Mediathek des MDR.

Meta Morfoß App ist Spiel des Monats beim Internet-ABC

Die Nachricht erreichte uns pünktlich zum Start der Leipziger Buchmesse: Die Meta Morfoß App ist vom Internet-ABC in der Kategorie Spiel- und Lernsoftware zum „Spiel des Monats“ gewählt worden. Wir freuen uns riesig über diese Ehre! Und ganz besonders freuen wir uns über die neugierige Begeisterung des Rezensenten. Er stellt die Besonderheit des Lesequestformats heraus:

Bei den meisten Leseapps liest ein Sprecher die Geschichte vor, und das Kind darf wild auf den Bildern herumtappen, um die Animationen herauszukitzeln. “MetaMorfoß” ist anders, denn hier lesen die Kinder den Text selbst. Und sie tippen nicht auf den Bildern herum, sondern müssen drei Schlüsselbegriffe im Text finden, die dann eine der bezaubernden Animationen auslösen.

Meta Morfoß als Wollsocke Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media
Meta Morfoß als Wollsocke
Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media

„Atemberauben schön“ und „behutsam animiert“ seien KCloggs Animationen – und besonders beeindruckend, wenn Meta sich in eine Lokomotive, eine Wärmflasche oder Albert Einstein verwandelt.
Es ist schön, dass hier auch ein beherzter Blick auf den Schriftsteller Peter Hacks und seine Geschichte über dieses „anarchistische“ Mädchen geworfen wird, das so bleiben kann, wie es ist. Denn Meta hat sehr menschliche Bezugspersonen, für welche die von außen wahrgenomme Andersheit … ganz normal ist.

Meta Morfoß ist eben ein Text, der so gar nicht in einer engen „DDR-Schublade“ liegen will, sondern seit Jahrzehnten auf literaturgeschichtliche Ordnungsversuche pfeift und fröhlich weiter durch die Hände überraschter und begeisterter Leserinnen und Leser hüpft.

Herunterladen kann man die Meta Morfoß App fürs iPad hier oder für Android Tablets hier. Viel Spaß!

130786-130878-1-iabc_banner-02Und hier noch eine kleine Info zum Internet-ABC: Das Portal ist ein Angebot für Kinder und Eltern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und neuen Medien. Die redaktionelle Leitung obliegt dem Grimme-Institut und für uns hat sich der Kindermedienexperte und Literaturliebhaber Thomas Feibel ins Zeug gelegt. Er ist übrigens auch Organisator des Tommi Kindersoftwarepreises. Vielen Dank, lieber Thomas!

KClogg: Männlein, Käfer, komische kleine Tiere

Der Illustrator und Game-Designer Maxim Litvinov aka KClogg ist wohl mit dem Stift in der Hand auf die Welt gekommen. Für Daktylos Media illustrierte und animierte er die Meta Morfoß App. Im Interview erzählt der talentierte junge Künstler aus Nischni Nowgorod (Russland) über seine große Leidenschaft, das Zeichnen.

KClogg
KClogg bei der Arbeit. Foto: privat

Daktylos Media (DM): Lieber Max, wir sind sehr glücklich, dass wir dich für als Illustrator für unsere Meta Morfoß App gewinnen konnten. Wir sind total begeistert von deiner tollen Arbeit und es hat riesigen Spaß gemacht mit dir, danke! Wie kam es, dass du Illustrator geworden bist?

KClogg (K): Ich glaube, ich bin mit einem Stift in der Hand auf die Welt gekommen. Sogar meine frühesten Kindheitserinnerungen sind mit dem Zeichnen verbunden. Damals habe ich übrigens dasselbe wie heute auch gezeichnet: Männlein, Käfer, komische kleine Tiere. Seit meiner Kindheit dachte ich immer mal wieder darüber nach, eine professionelle Ausbildung zu machen, an einer Jugendkunstschule zu lernen oder mich auf die Kunstakademie vorzubereiten. Aber irgendwie konnte ich mich doch nie endgültig dazu entschließen.

Sax Pool. (c) Kclogg
Sax Pool. (c) Kclogg

DM: Was macht dir bei deiner Arbeit am meisten Spaß?

K: Mich interessieren einzelne Szenen, Bilder, außerhalb eines Sinnzusammenhangs, welche rein ästhetischen Wert bringen. Ich mag es nicht, erzählerische Sujets auszudenken. Mir gefällt der Moment, in dem eine Idee gerade erst aufkeimt und wenn ich dann während des Zeichnens sehe, dass alles wie gedacht Gestalt annimmt, ist das natürlich auch angenehm.

Meta Morfoß verwandelt sich in eine Dampflokomotive. Illustration: KClogg (c) Daktylos Media
Meta Morfoß verwandelt sich in eine Dampflokomotive. Illustration: KClogg (c) Daktylos Media

DM: Was hat dich in deinem Leben am weitesten voran gebracht?

K: Ich möchte hier nicht einzelne Stile, Künstler oder ihre Arbeiten herausstellen, denn ich bin ständig so oder so am Lernen und schöpfe meine Ideen überall da, wo ich Schönheit sehe. Als Beispiel könnte ich die Malerei der frühen Renaissance, Nintendo-Spiele und Trickfilme auf Cartoon Network nennen.

DM: Was meinst du, wie wird sich deine Tätigkeit in den kommenden drei Jahren verändern?

K: Ich stelle mir das so vor, dass es immer besser klappen wird das wiederzugeben, was mir in den Sinn kommt. Na, und die Bilder aus meiner Phantasie selbst verändern sich auch, je nach dem, was ich Neues sehe.

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Lollipop. Illustration: (c) KClogg

DM: Woran arbeitest du im Moment?

K: Gerade arbeite ich an einem Comic. Außerdem will ich viele neue Animationen machen, vielleicht auch in Gemeinschaftsprojekten. Ich erzähle nicht gern darüber, was noch nicht getan ist, denn es kann dann immer anders aussehen, als man geplant hatte.

DM: Vielen Dank für das Interview! 

Nikolaus Aktion: Meta Morfoß bei iTunes 50%

Der Nikolaus bringt euch die Meta Morfoß App ins Haus

Liebe Fans, am Samstag ist Nikolaustag und wir haben etwas Besonderes für euch vorbereitet!
Die Meta Morfoß App fürs iPad wird es dann zum halben Preis geben. Ihr könnt sie an dem Tag aber auch als Nikolausgeschenk bekommen! Geht auf unsere Seite bei Facebook oder bei +Google und teilt die Nachricht von dort in eurem Profil. Unter allen, die diese Nachricht mit dem Bild teilen, verlosen wir die App fünfmal. LOS GEHT’S!

Meta Morfoß bei iTunes

Nikolaus Aktion Meta Morfoss App iTunes

Meta Morfoß App Testing @Medienfestival 2014

Das Meta Morfoß App Testing am 15./16. November war ein Riesenerfolg! Rund 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben uns auf dem Medienfestival besucht und ein Drittel der Leute hat die Meta Morfoß App ausführlich getestet und bewertet. Wir haben sehr viel positives Feedback für die erste Lesequest der Welt bekommen – hier unser ausführlicher Testbericht.

Diego (9)
Diego (9)

Nun hat es also endlich stattgefunden, das lang geplante und lang erwartete Meta Morfoß App Testing. Das Medienfestival 2014, auf dem der Deutsche Multimediapreis MB21 verliehen wurde, war mit 2800 Besuchern ein echter Publikumsrenner! Allein zu unserem Meta Morfoß App Testing kamen rund 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 81 von ihnen haben unsere App ausführlich getestet und bewertet. Wir danken dem Medienkulturzentrum Dresden, dass es uns diese wunderbare Möglichkeit gegeben hat, unsere erste Kinderbuch-App einem breiten Publikum bekannt zu machen. Und wir danken natürlich allen fleißigen Testerinnen und Testern für ihre Neugier und ihre Ausdauer, für die vielen anregenden Gespräche, das viele Lob sowie die konstruktive Kritik und die kreativen Ideen für die Weiterentwicklung unserer Lesequest.

Mir hat die App gut gefallen, weil man Wörter suchen und sie antippen musste. Da haben sich die Figuren im Bild bewegt. Das war sehr lustig. Ich habe so etwas noch nie gemacht, wir haben kein Tablet zu Hause. Ich lese sehr gern, für mich war es nicht schwer, den ganzen Text durchzulesen. (Lisa, 10 Jahre)

Die App war toll. Eine ziemlich hübsche Geschichte. Sehr schwer war es eigentlich nicht. Dass man Substantive rausfinden musste, das war nicht leicht. Aber es gibt ja auch noch die Lösung, wo man mal kurz lunschen kann. Ich würde die App gern noch einmal durchspielen. Und ich würde auch gern noch eine andere Lesequest ausprobieren. (Alfred, 9 Jahre)

Meta Morfoß App Testing Kids Book App
Lenka und Aya (beide 7)

Die Tatsache, dass so gut wie alle Kinder vom iPad und seinen vielen spielerischen Möglichkeiten fasziniert sind, wurde im Andrang an unserer Station offensichtlich. Die fünf iPads reichten oft nicht für alle Testwilligen. Einige warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Mehrmals kamen Eltern auf uns zu und meinten: „Das ist ja eine tolle Idee. Wissen Sie, mein Kind liest nämlich eigentlich nicht so gern. Vielleicht kann Ihre App es zum Lesen motivieren?“ Und, ja, diese Kinder saßen während unseres Gesprächs bereits versunken mit dem iPad da und erlebten über das Lesen gespannt Meta Morfoß‘ Verwandlungen mit. An den beiden Festivaltagen brachen nur drei Kinder das Lesen sofort zu Beginn ab, weil sie die Aufgabe „zu schwierig“ fanden oder weil sie eine echte Spiele-App und keine Geschichte zum Lesen erwartet hatten. Die allermeisten Kinder durchwanderten die App versunken und fasziniert bis mindestens zur Mitte, viele, auch sehr junge Leserinnen und Leser im Grundschulalter, durchliefen die Geschichte bis zum Ende. Angesichts des riesigen Mitmach-Angebots auf dem Medienfestival, das auf unserer und den übrigen vier Etagen die Besucherinnen und Besucher lockte, freuen wir uns über Metas Magnetwirkung!

Ich fand es gut. Es hat viel Spaß gemacht. Die Wörter zu suchen, das war schön. Manchmal war es schwierig, manchmal leicht. (Susanne, 7 Jahre)

Wir wollten natürlich wissen, wer genau sich da für unsere App interessiert und wie die App angenommen wird. Deshalb haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf unsere Bitte hin nach dem Testen noch einen Fragebogen beantwortet. Hier präsentieren wir euch die Auswertung. 81 Leute haben unsere App getestet, davon 61 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren, 19 der Testerinnen und Tester waren älter als 13 Jahre alt. Die jüngste Testerin war knapp sechs, die älteste 77 Jahre alt. Die meisten der Kinder waren Acht- bis 12-jährige. Ein bisschen mehr als die Hälfte waren männliche Tester.

Meta Morfoß App Testing Kids Book App
Lukas (23)

Man beginnt die App mit einem Tutorial, in dem man interaktiv erlebt, wie die Lesequest funktioniert. Die Frage, ob dieses Training hilfreich war, bejahten 60, 19 fanden es teilweise hilfreich, teilweise schwierig zu verstehen. Dass zwei Tester meinten, sie hätten gar nichts verstanden, erklären wir uns damit, dass diese beiden noch zu jung für eine selbständige Nutzung der App waren und der Text größtenteils von den Eltern vorgelesen wurde.

Die App ist sehr ausführlich. Man kann mit ihr viel lernen, auch, wenn man nicht so gut lesen kann. Es macht Spaß, weil etwas in den Bildern passiert. Schön, dass es die App bald gibt, ich würde sie mir kaufen. Ich spiele auch gern Computerspiele, am liebsten Rollenspiele. Ich lese nur manchmal, Computer mag ich mehr als Bücher. (Johann, 12 Jahre)

Meta Morfoß App Testing Kids Book App
Amelie (9)

Was die Suche nach den Schlüsselwörtern angeht, so fand die Mehrheit (47) es schwierig, die Schlüsselwörter zu finden. 34 dagegen meinten, dass alles leicht zu finden gewesen sei.
Peter Hacks hätte es sicher auch so gefreut wie uns, dass den meisten (75) die Geschichte über Meta Morfoß gefallen hat. Die Mehrheit jener, denen die Geschichte nicht gefallen hat, sind übrigens ältere Jungen gewesen. (Jungen interessieren sich erwiesenermaßen nicht besonders für Geschichten mit Mädchen als Protagonisten.)

Meta Morfoß App Testing Kids Book App
Die ganze Familie liest Meta Morfoß zusammen.

Unser Illustrator KClogg kann sich darüber freuen, dass fast allen (78) seine Illustrationen gefallen. Manche darunter fühlen sich allerdings von den Animationen beim Lesen gestört (10).

Ich fand die App ganz schön, aber die Geschichte war ein bisschen kurz, ich hätte gern noch weitergelesen. Die Geräusche haben manchmal genervt, zum Beispiel die Schaukel mit dem Krokodil, die so quietscht. Aber im Großen und Ganzen fand ich alles ganz gut. Wenn die Geschichte in der App länger wäre, würde ich sie auch herunterladen. (Leon, 12 Jahre)

Auch die Töne und Geräusche gefallen den meisten (65). Einfach toll ist, dass einige der jugendlichen Testerinnen und Tester sich gleich einer neuen Herausforderung gestellt und die Geschichte auf Englisch und auf Russisch gelesen haben! Und dass 75 Prozent das App-Format der Lesequest à la Daktylos Media gefällt und sie gern noch weitere Apps dieser Art ausprobieren wollen, freut uns riesig und motiviert uns natürlich, so bald wie möglich die Produktion der nächsten App in Angriff zu nehmen.

Meta Morfoß App Testing Kids Book App
Dorothea (6) testet mit ihrem Papa

Das App Testing ist für uns ein großer Erfolg. Es wurde offensichtlich, dass die App wie vermutet am besten bei den Acht- bis Zwölfjährigen ankommt. Prinzipiell kann jedes Kind, welches schon lesen kann, die App benutzen. Allerdings verstehen manche der jüngeren Kinder noch nicht, was mit „Schlüsselwort“ gemeint ist, trotz der Erklärung dieses Begriffs im Tutorial. Und einige Erwachsene kritisierten im Gespräch, dass es oft schwierig sei, die Wörter intuitiv beziehungsweise aus der Text-Bild-Verbindung heraus selbständig zu finden, also ohne sich die gesuchten Wörter in der Hilfe anzeigen zu lassen. Wir wollen bei der nächsten Lesequest diesen Suchmechanismus intuitiver und einfacher gestalten. Uns fiel aber die große Geduld auf, mit der die Kinder die Schlüsselwörter suchten und fanden – Peter Hacks‘ witziger Text und KCloggs einzigartige animierte Illustrationen schaffen es, die jungen Leseratten gespannt bei der Stange zu halten.

„Wir sind jedes Jahr total begeistert!“ Das Medienfestival 2014 kommt.

„Wir sind jedes Jahr total begeistert!“ Das Medienkulturzentrum Dresden zeigt, dass von „digitaler Demenz“ bei Kindern und Jugendlichen keine Rede sein kann

Am 15. und 16. November 2014 wird  Daktylos Media auf dem Medienfestival für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Dresden seine Meta Morfoß App der Öffentlichkeit vorstellen und die erste Lesequest der Welt gemeinsam mit Kindern und ihren Familien testen. Das App-Testing wird eine Station von vielen auf dem Festival sein, welches unter dem Motto „Ausprobieren, Informieren, Staunen“ alle einlädt, mit Medien aller Art kreativ zu werden. Veranstaltet wird das Ganze vom Medienkulturzentrum Dresden. Kirsten Mascher, Leiterin des Projektbüros des Medienkulturzentrums, erzählt im Gespräch mit Daktylos Media über die Ziele und Hintergründe dieses Riesenevents.

Pong Invaders Reality auf dem MB21-Festival 2011 / CC-BY-NC MB21 Marco Prill
Pong Invaders Reality auf dem MB21-Festival 2011 / CC-BY-NC MB21 Marco Prill

Feiert den Deutschen Multimediapreis mb21 auf dem Medienfestival 2014

Daktylos Media (DM): Was erwartet uns dieses Jahr beim Medienfestival, was sollte man auf keinen Fall verpassen?

Kirsten Mascher (KM): Na, das Medienfestival selbst! In diesem Jahr findet das Festival in den Technischen Sammlungen in Dresden statt. Das Museumsangebot und unser Angebot lassen sich wunderbar miteinander verknüpfen. Das Haus wird komplett mit medialen Projekten, Aktionen und Workshops bestückt sein. Es gibt ganz viel zum Selbermachen, kreativ Werden, Staunen, Ausprobieren, Informieren. Wir haben zum Beispiel einen Laser-Cutter und einen 3D-Drucker vor Ort, man kann kleine Roboter löten, Siebdruck-Aufkleber oder Laptop- und Handytaschen aus verschiedenen Materialien herstellen. Am Samstagabend werden wir im Innenhof der technischen Sammlungen auch wieder ein Street Game spielen: „Johann Sebastian Joust“. Ein anderes schönes Projekt ist „Drawdio“, hier wird der eigene Körper mit Hilfe der Technik zum Musikinstrument. Außerdem freuen wir uns über den MotionComposer, eine Art interaktive Bühne, in der kleinste Bewegungen Töne auslösen. Und dann werden natürlich die Siegerprojekte des Deutschen Multimediapreises mb21 sowie die Projekte der CrossMedia Tour  ausgestellt. Wir laden auch junge Preisträger unserer europäischen Partner-Wettbewerbe aus Ungarn, Österreich und der Schweiz nach Dresden ein.

DM: Du hast es schon angerissen: Auf dem Medienfestival werden jedes Jahr die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Multimediapreises mb21 ausgezeichnet. Was ist das Ziel des mb21?

KM: mb21 ist bundesweit der einzige Multimedia-Preis dieser Art für die Altersgruppe fünf  bis 25 Jahre. Er wird vom Medienkulturzentrum Dresden und dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum veranstaltet. Wir zeichnen Ideen und Produkte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bereich Multimedia aus. Wir schauen dabei vor allem auf Kreativität und Ideenreichtum und fragen: Wer und was steckt hinter dem Projekt? Wie werden die Medien auf originelle Art und Weise miteinander verknüpft? Auch die Produktionsbedingungen spielen eine Rolle: Hat beispielsweise eine Sonderschule mit einer anderen Schule zusammengearbeitet?

DM: Wer nimmt am Deutschen Multimediapreis mb21 teil und was wird da eingereicht?

Kirsten Mascher, Leiterin des Projektbüros am Medienkulturzentrum Dresden. Foto: privat.
Kirsten Mascher, Leiterin des Projektbüros am Medienkulturzentrum Dresden. Foto: privat.

KM: Die jüngeren Kinder reichen gern Stop-Trick-Animationen ein, bei denen beispielsweise die Kuscheltiere aus dem Kindergarten zum Leben erweckt werden. Oder wir erhalten entzückende selbstgeschriebene Geschichten, die mit eigens produzierten Bildern und Tönen bestückt sind. In den älteren Altersgruppen finden YouTube Channels verstärkt ihren Weg zu uns. Hier artikulieren sich die Jugendlichen und stellen sich dar, hier wollen sie kommunizieren, anregen, aufregen, Fragen stellen. Außerdem sind wir jedes Jahr total begeistert, was an Computerspielen erstellt und eingereicht wird. Spielerische und praktische Zugänge finden Jugendliche auch in der Erstellung von Apps, zum Beispiel solche, die den Alltag erleichtern als auch mobile Spiele zur Stadterkundung. Und dann werden beim Wettbewerb auch Installationen eingereicht, in denen beispielsweise Mediales in den physischen Raum transportiert, Fragen gestellt und die Besucher der Installation irritiert und zum Nachdenken angeregt werden. Hier geht es in Richtung Medienkunst, mit der sich auch schon bereits zwölfjährige Teilnehmer beschäftigen. Und dann gibt es natürlich den Bereich der Computer-Animationsfilme, die uns jedes Jahr verzauben. Insgesamt kann man sagen, dass es manchmal die ganz einfachen Ideen sind, die den Benutzer oder Besucher mitreißen und begeistern.

DM: Was sagt ihr Eltern und Pädagogen, die Angst vor einem zu hohen Medienkonsum bei ihren Kindern haben oder neuen Geräten skeptisch gegenüberstehen und den Bildschirm lieber ausgeschaltet sehen?

Auf dem Medienfestival 2014 kann jeder die Meta Morfoß App testen. Foto: Daktylos Media
Auf dem Medienfestival 2014 können alle die Meta Morfoß App testen. Foto: Daktylos Media

KM: Wir empfehlen den Mediengebrauch zuzulassen und ihn zu begleiten, anstatt mit Verboten zu arbeiten . Denn dann enthalten wir unseren Kindern einen Bereich vor, der in unserem gesellschaftlichen Leben wichtig geworden ist. Medien gehören zu unserem Alltag dazu. Deshalb sollte der Umgang mit Medien neben anderen Beschäftigungen im Familienleben seinen Platz finden. Wir empfehlen, Medien gemeinsam „anzuschauen“, sich dafür zu interessieren, was ein Kind spannend findet und mit dem Computer macht. Ich denke, es ist wichtig im Gespräch zu bleiben, sich Dinge erklären zu lassen. Und Zeiten kann man ja festlegen: Es gibt Draußen-Zeiten, Essens- und Schlafenszeiten und eben auch Medienzeiten.

Medienkompetenz statt „digitaler Demenz“

DM: Was meinst du, wie ernst muss man Skeptiker nehmen, die vor der Digitalisierung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen warnen, gar von einer „digitalen Demenz“ sprechen …

KM: Für uns zeichnet sich jährlich beim Deutschen Multimediapreis und in unserer täglichen Arbeit ein anderes Bild. Es ist wichtig hinzuschauen, was Kinder und Jugendliche zu sagen haben und mit Medien machen. Und es ist für uns alle wichtig, medial auf dem Laufenden zu bleiben, um neue Entwicklungen zu verstehen, einordnen zu können und auf Risiken aufmerksam machen zu können. Nicht alle Kinder und Jugendliche werden von ihrem sozialen Umfeld so unterstützt, dass sie kompetent mit Medien umgehen können. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Schule, außerschulische Einrichtungen und das Elternhaus offen sind und medienpädagogische Unterstützung erhalten.

SolarKreaturen basteln auf dem MB21-Festival 2012. Foto (c) Philipp Baumgarten
SolarKreaturen basteln auf dem MB21-Festival 2012. Foto (c) Philipp Baumgarten

DM: Warum bekommen deiner Meinung nach in Deutschland diese Stimmen so viel Gewicht in den Medien?

KM: Eigentlich wiederholt sich die Geschichte. Es tauchen immer wieder „neue“ Medien auf und eine damit verbundene Unsicherheit. Das Buch war auch eine Zeit lang in der Gesellschaft nicht gut angesehen. Sich mit neuen Medien auseinanderzusetzen hat etwas mit dem Alter zu tun und ob jemand damit aufwächst oder sich die Kenntnisse später mühsam aneignen muss. Ein Ziel unserer Arbeit ist, die Auseinandersetzung mit Medien zu unterstützen, die Strukturen und Funktionsweise von Medien zu erkennen. Dann kann man auch einschätzen, wo die positiven und negativen Seiten liegen und wie man sie nutzen kann. Medienkompetenz ist gleich Handlungskompetenz.

Das Team des Medienkulturzentrums steht bereit fürs Medienfestival 2014. Foto: Medienkulturzentrum Dresden
Das Team des Medienkulturzentrums steht bereit fürs Medienfestival 2014. Foto: Medienkulturzentrum Dresden

Medienpädagogik – jeden Tag aufs Neue staunen

DM: Was macht dir am meisten Spaß bei deiner Arbeit?

KM: Mich reizt, dass es immer was Neues gibt. Wir treffen ständig auf neue interessante Themen, das ist wundervoll. Es ist jedes Jahr überwältigend, mit welchen Themen Kinder und junge Erwachsenen sich auseinandersetzen. Da hat Pessimismus überhaupt keinen Platz. Man sieht eher, was sie sich für wichtige Gedanken machen und wie ernst sie sich mit bestimmten Themen auseinandersetzen. Das ist die schöne Seite. Die negativen Seiten meiner Arbeit sind, dass man sich ständig weiterbilden, sich ständig in die neuen Techniken reinarbeiten muss, das ist manchmal nervig. Manchmal möchte man einfach mal bei einer Sache verweilen und etwas ausbauen. Dies versuchen wir dann aber teilweise in zusätzlichen Projekten.

DM: Vielen Dank für das Interview. Und ganz viel Spaß und Erfolg beim Medienfestival! Wir sehen uns!

logo MKZD_wybór drugi_drukZur Info:
Das Medienkulturzentrum Dresden ist ein soziokultureller Verein, der seit 1993 medienpädagogisch arbeitet. Die Arbeit gliedert sich in vier Bereiche:
Die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) sind offene Sendekanäle, wo man den Umgang mit der Technik im Bereich Fernsehen und Radio und journalistische Grundlagen erlernen und mit eigenen Beiträgen loslegen kann.
Der sächsische Kita-Bildungsserver ist ein Portal für Fachkräfte aus dem Kitabereich und für Eltern.
Das Projektbüro (Leiterin: Kirsten Mascher) organisiert Großprojekte wie die CrossMedia Tour in Dresden und den Deutschen Multimediapreis mb21. Das Büro ist verantwortlich für alles, was Neue Medien anbelangt. Arbeitsthemen sind beispielsweise der kreative Umgang mit Computerspielen, mobiles Lernen oder der Umgang mit dem Internet.
Das Trickfilmstudio Fantasia ist ein eigener Verein, aber unter dem Dach des Medienkulturzentrums ansässig.
Die Arbeit des Medienkulturzentrums Dresden wird über die Stadt Dresden, die Sächsische Landesmedienanstalt und über verschiedene Stiftungen finanziert. Den Deutschen Multimediapreis mb21 finanziert das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und die Stadt Dresden. Das Medienkulturzentrum ist Mitglied in verschiedenen Netzwerken: Netzwerk deutscher Medienzentren, Netzwerk für Medienpädagogik in Sachsen und Netzwerk Medienbildung Dresden.

#MetaCrowd Dankeschöns sind angekommen

Endlich kommt unsere Crowdfunding-Kampagne für die Meta Morfoß App doch auch mal zum Schluss. Schön, wenn man die Enden ihrer langen Fäden im Netz dann wiederentdecken kann! Meta Morfoß selbst, als Einstein und als Engel ist zu unseren Unterstützerinnen und Unterstützern im ganzen deutschsprachigen Raum gereist und wird von da hoffentlich bald wieder zahlreich in alle Welt verschickt.

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Foto: Fabian Kern

Foto: Jörn Müller

Frankfurter Buchmesse 2014

„Wir wissen nicht, was morgen sein wird. Lasst uns heute feiern!“
Ein paar Splitter von der Frankfurter Buchmesse 2014

Die Entscheidung zur Frankfurter Buchmesse zu fahren fiel damit, dass Daktylos Media auf die Shortlist des diesjährigen Virenschleuder-Preises kam. Hier ein paar meiner Eindrücke, und ein Fazit am Ende gibt es auch!

App-solut unüberschaubare Bücherwelt

So stieg ich also am Donnerstagmorgen in den ICE nach Frankfurt. Ich warf der Telekom freudig fünf Euro fürs WLAN in den magentafarbenen Rachen und arbeitete fünf Stunden lang am Stück. Welch ein Genuss! Denn in der eigenen Wohnung ist der Ablenkungsfaktor sehr hoch, durch Anrufe, Kinder oder das Chaos in der Wohnung, das mich täglich zum (für mich recht aussichtslosen) Kampf herausfordert. Eine halbe Stunde vor meiner Ankunft in Frankfurt wollte ich mir dann mit der Messe-App mein individuelles Programm zusammenstellen. Das Gefühl der gigantischen Informationsmassen, die ich in 30 Minuten unmöglich strukturieren, geschweige denn überschauen konnte, ließ mich die App etwas verzweifelt wieder schließen, denn draußen rollte schon mein Ankunftsbahnsteig herbei. Etwas von diesem Gefühl holte mich dann wieder ein, als ich die Buchmesse mit ihren acht heiligen Hallen betrat, die sich auf einer Fläche von 170.000 m² qm über mehrere Etagen ausdehnen.

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Unterwegs zwischen den heiligen Hallen der Frankfurter Buchmesse. Foto: Daktylos Media
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Ankunft in Halle 3, Kinderbuch-Bereich, Frankfurter Buchmesse. Foto: Daktylos Media

Ich ließ meine Ratio mit der Messe-App in der Ecke sitzen und mich vom Instinkt willig zum Bereich Kinderbuch ziehen. Nach digitalen Angeboten musste ich hier etwas suchen. Ich stieß dann auf ARP, eine portugiesischen Produzenten von Kinderbuch-Apps, die mit Augmented Reality funktionieren. Ich probierte die App mit der Geschichte von der Ameise und der Grille aus. Unter uns darf ich es ja ehrlich sagen: Die digitale Augmentatio brauchen die gedruckten Bücher von ARP aber auch wirklich, deren sprachliche Armut und optische Aufmachung mich an gedruckte Massenware beim Discounter erinnert. Und mehr, als dass beispielsweise auf einer Seite ein netter Ameisenmann aus seinem Bau kommt und mit den Fühlern wackelt, passiert dann mit der App auch nicht. Solche Lücken in der Konzeption und die Frage nach dem Sinn multimedialer Effekthascherei schreckten die Firma Samsung jedoch nicht davon ab, diese kleine Firma aus Portugal zum Partner zu machen und die App auf den neuen Samsung Tablets vorzuinstallieren. So wird Qualität von Content heute entwickelt. … oder auch nicht. Beim Mixtvision Verlag wurde ich aber fündig, was gute, neue Inhalte und den Mut dazu betrifft. Das Buch Die Ton-Angeber in der Übersetzung aus dem Polnischen von Olaf Kühl ist eine echte Buchkunst-Perle. Und Christiane Winter, die die E-Book-Produktion leitet, durfte ich nun nach der ersten Begegnung per Facebook auch persönlich kennenlernen und ihr zur GIGA Maus 2014 gratulieren, mit der der junge, feine Kleinverlag aus München gerade erst auf der Messe für seine Kinderbuch-App Die große Wörterfabrik ausgezeichnet worden ist.

Meta Morfoß App Testing: Die Erste!

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Screenshot der Meta Morfoß App mit dem neuen UI/UX Design

Einige Leute probierten unsere Meta Morfoß App aus, die in ihrem neuen UI/UX Design erstrahlt und jetzt zu rund 50 Prozent fertig ist. Ich bekam viel positives Feedback und wichtige Anmerkungen und erinnere mich freudig an viele neugierig über die App gebeugte, lächelnde Gesichter. Eine Testerin davon war Charlotte, meine achtjährige Nichte. (Ich weiß nicht, wie viele „Groß“-Vorsilben  oder Verwandschaftsgrade ich an die Nichte dranhängen müsste. Diese Buchmesse gab mir nämlich auch die Möglichkeit, meine Burckschen Verwandten in Frankfurt näher kennenzulernen, unsere Linien laufen in einem gemeinsamen Ururgroßvater zusammen.) Charlotte las ihrer Mutter und mir also auf meinem iPad den Text aus der App vor und fand die Schlüsselwörter. Ihre Augen leuchteten und jedes Mal, wenn sie eine Animation auslöste, lachte sie. Weil es schon spät war, schickte ihre Mutter sie nach der vierten Seite ins Bett. „Schaaade“, sagte Charlotte, schaute mir fest in die Augen und sagte: „Die App gefällt mir.“ Dann wandte sie sich an ihre Mutter: „Mama, können wir die App jetzt runterladen?“ Wow! Was wollen wir mehr für Daktylos Media? Unsere Idee der Lesequest für acht- bis zehnjährige Leserinnen und Leser funktioniert! Charlotte vertröstete ich auf den kommenden ersten Advent, für den der Release im AppStore geplant ist.

Verleihung des Virenschleuder-Preises 2014

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Virenschleuder-Preisverleihung 2014: Vorstellung der Crowdfunding-Kampagne von Daktylos Media. Foto: Daktylos Media

Der nächste Tag war Freitag und am Abend sollte also endlich die Virenschleuder-Preisverleihung stattfinden. Bis dahin traf ich noch die Kollegen und Partner vom Eulenspiegel Verlag, welche auch das erste Mal einen Blick auf die App werfen konnten und sich über das Ergebnis freuten. Am riesigen Stand des Arena Verlags wollte ich eigentlich ein paar Bücher für unsere Kinder kaufen. Daraus wurde leider nichts, der Buchverkauf darf nur am Sonntag, dem letzten Messetag, stattfinden. Die Zeit schritt fort und ich schlenderte zum Lesezelt im Innenhof der Frankfurter Buchmesse hinüber, wo die Preisverleihung stattfinden sollte. Die Veranstaltung bereicherte Christiane Frohmann, die letztes Jahr den Preis gewann, mit einer Miniaturausgabe ihres Katersalons. Das Format ist etwas sehr Originelles, etwas zwischen assoziativem Vortrag und diskursiver Performance. Schwierig ist es auch, Christiane Frohmann selbst kurz beschreiben zu wollen, diese nicht mehr junge, aber noch längst nicht alte Frau mit dem durchweg traurigen Blick, die mit unbewegter Miene in einem rosafarbenem Etwas über wunderschönen Beinen in schwarzer Feinstrumpfhose mit dem Publikum ein „Real Live Twittern“ veranstaltet und dabei etwas lehrerinnenhaft wirkt. Gewonnen haben den Virenschleuder-Preis letztlich nicht wir, sondern die Buchhandlung Lessing und Kompanie, die Pinakotheken im Kunstareal München sowie die Schriftstellerin Zoë Beck. Aber wir waren dabei, wir sind auf der Shortlist der Top 10 für die beste Marketingstrategie gewürdigt worden, auf die uns unsere Fans sowie Digital Publishing Competence und Konzeptfreun.de gebracht haben. Darüber sind wir sehr glücklich!

Hotlist der unabhängigen Verlage 2014

Das inhaltlich und atmosphärisch interessantere Event an diesem Abend war dann die Preisverleihung der Hotlist der unabhängigen Verlage, die spätabends im Literaturhaus Frankfurt stattfand. Es moderierte Claudia Cosmo. Was für eine tolle Frau, sie ist genauso charmant wie belesen und es war wirklich ein großes Vergnügen, ihr zuzuhören! Jedes der Bücher, die sie mit einer einzelnen Vorstellung und einem kurzen Interview der Verlegerinnen und Verleger würdigte, weckte meine Neugier und den Wunsch, die auch haptisch sehr ansprechenden Drucksachen in die Hand zu nehmen. Den rundum sympathischen Menschen in dem proppevollen, kleinen Festsaal des Literaturhauses ging langsam die Luft aus, welche zuerst stand und zum Ende hin ganz umkippte. Aber alle hielten sich wacker auf den Beinen und am Weinglas fest. Auch die zahlreichen Anspielungen auf die in Hinsicht auf den kommerziellen Erfolg eher aussichtslose Lage der kleinen Verlage nahm man mit Humor. Witze darüber, dass du das machst, was du für gut und für wert in die Welt gebracht zu werden befindest, egal, „ob sich das rechnet“ oder nicht, gehören zum Selbstverständnis der kleinen Verlage. Endlich wurden die Verlage bekannt gegeben und ich freue mich riesig für Britta Jürgs vom AvivA Verlag, in dem ich während meiner Studienzeit mitarbeiten und Blut fürs Verlegen lecken durfte, die mit ihrem Buch Mädchenhimmel von Lili Grün den Melusine-Huss-Preis gewann.

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Hotlist-Preisverleihung der unabhängigen Verlage 2014. Auf der Bühne präsentiert Claudia Cosmo den Weidle Verlag. Foto: Daktylos Media

Qualität in der Buchproduktion: (k)eine Frage des Geldes

Vielleicht klingt es banal und wurde schon tausend Mal gesagt, aber nach meinem Besuch der Frankfurter Buchmesse dieses Jahr sehe ich klar, dass Qualität im Kulturbereich einfach nicht mit Denken in Zahlen erreicht werden kann – und auch nicht unbedingt über die Abstimmung der Masse, der Crowd. Die Vielfalt des Denkens und der Sichtweisen wird aus den kleinen, besonders schmackhaften Portionen genährt, welche kleine Verlage beisteuern: Hut ab vor allen Machern der Hotlist. Mit Daktylos Media möchte ich mich gern mit auf diese Stufe von Qualität stellen, denn – um mit Claudia Cosmo zu sprechen –: „Wir machen auch in Büchern.“ Mein Fazit für unsere Selbstpositionierung im Kosmos der Publishing-Branche ist, dass wir wirklich Qualität machen, die sich sehen lassen kann. Unsere Lesequest hat weltweit kein vergleichbares Produkt, jedenfalls habe ich bisher keine Konkurrenten gesehen. Was unseren Verdienst angeht, so fand ich auf der Buchmesse keine beruhigende Antwort … aber auch keine beunruhigende. Uns als Publisher Start-up geht es ja nicht allein so, dass unsere geschäftliche Zukunft in den Sternen steht. Mit uns versuchen auch die großen Verlage etwas durchs Fernrohr der Statistiken und Prognosen zu erkennen, in dem riesigen Raum namens „Zukunft“ da draußen. Das Objektiv scheint aber mit einem Deckel verschlossen zu sein, auf dessen Innenseite die immer wieder gepredigten Sätze geschrieben stehen: „Das gedruckte Buch wird verschwinden, aber auch nicht. Die Leute lesen nicht mehr nicht, sie lesen nur anders. Ändert die Form, aber macht gute Inhalte.” Ich nehme mir das Bild und die Atmosphäre der Hotlist-Preisverleihung mit, die ich in dem Aufruf kondensiere: „Leute, wir wissen nicht, was morgen sein wird. Aber das, was wir heute machen und können, das ist so gut und macht so viel Spaß. Lasst uns feiern!”

(Editiert 16.10.2014)

#VSP14: Die Shortlists sind da!

Hüpf, hüpf, hüpf – Hurra: Die #VSP14-Shortlists sind da! Wir fahren also nach Frankfurt zur Buchmesse!
Habt ihr uns schon entdeckt?

Wir danken euch allen, die ihr uns wieder so tatkräftig unterstützt und dafür gesorgt habt, dass Daktylos Media und seine Meta Morfoß App noch bekannter werden. Eure #MetaCrowd-Power ist großartig!