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Meta Morfoß App ist Spiel des Monats beim Internet-ABC

Die Nachricht erreichte uns pünktlich zum Start der Leipziger Buchmesse: Die Meta Morfoß App ist vom Internet-ABC in der Kategorie Spiel- und Lernsoftware zum „Spiel des Monats“ gewählt worden. Wir freuen uns riesig über diese Ehre! Und ganz besonders freuen wir uns über die neugierige Begeisterung des Rezensenten. Er stellt die Besonderheit des Lesequestformats heraus:

Bei den meisten Leseapps liest ein Sprecher die Geschichte vor, und das Kind darf wild auf den Bildern herumtappen, um die Animationen herauszukitzeln. “MetaMorfoß” ist anders, denn hier lesen die Kinder den Text selbst. Und sie tippen nicht auf den Bildern herum, sondern müssen drei Schlüsselbegriffe im Text finden, die dann eine der bezaubernden Animationen auslösen.

Meta Morfoß als Wollsocke Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media
Meta Morfoß als Wollsocke
Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media

„Atemberauben schön“ und „behutsam animiert“ seien KCloggs Animationen – und besonders beeindruckend, wenn Meta sich in eine Lokomotive, eine Wärmflasche oder Albert Einstein verwandelt.
Es ist schön, dass hier auch ein beherzter Blick auf den Schriftsteller Peter Hacks und seine Geschichte über dieses „anarchistische“ Mädchen geworfen wird, das so bleiben kann, wie es ist. Denn Meta hat sehr menschliche Bezugspersonen, für welche die von außen wahrgenomme Andersheit … ganz normal ist.

Meta Morfoß ist eben ein Text, der so gar nicht in einer engen „DDR-Schublade“ liegen will, sondern seit Jahrzehnten auf literaturgeschichtliche Ordnungsversuche pfeift und fröhlich weiter durch die Hände überraschter und begeisterter Leserinnen und Leser hüpft.

Herunterladen kann man die Meta Morfoß App fürs iPad hier oder für Android Tablets hier. Viel Spaß!

130786-130878-1-iabc_banner-02Und hier noch eine kleine Info zum Internet-ABC: Das Portal ist ein Angebot für Kinder und Eltern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und neuen Medien. Die redaktionelle Leitung obliegt dem Grimme-Institut und für uns hat sich der Kindermedienexperte und Literaturliebhaber Thomas Feibel ins Zeug gelegt. Er ist übrigens auch Organisator des Tommi Kindersoftwarepreises. Vielen Dank, lieber Thomas!

Crowdfunding für die Meta Morfoß App – Beginn der Startphase!

Startnext-banner

Ab heute läuft unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.de. Mit dem Funding wollen wir die Fertigstellung unserer Meta Morfoß App finanzieren.

Jetzt läuft die Startphase der Kampagne. Mit ihr lenkt man die Aufmerksamkeit auf das Projekt und sammelt Fans. Wenn wir 100 Fans für unser Projekt gesammelt haben, kann die Finanzierungsphase beginnen.Und hier ist nun endlich das lang erwartete Pitch Video!
Darin könnt ihr auch sehen, wie unser App-Prototyp funktioniert.

Unterstützt unser Projekt, das die wunderbare Erzählung Meta Morfoß von Peter Hacks in eine einmalige Buch-App für Kinder und Literaturliebhaber bringt!
Es gibt viele gute Gründe dafür. Hier sind einige:

  1. Unsere Meta Morfoß App verbindet gute Literatur – keine Adaption, keine Nacherzählung – mit originellen Illustrationen und gutem Design.
  2. Wir haben die “Lesequest” entwickelt, ein ganz neues App-Format. Die animierten Illustrationen lenken hier nicht wie bei anderen Kinderbuch-Apps vom Text ab, sondern können erst über das Lesen aktiviert werden.
  3. In der App kann man zwischen Deutsch, Russisch und Englisch umschalten. Und als Stretch Goal, also wenn mehr Geld gespendet wird als erwartet, planen wir noch weitere Sprachversionen hinzuzufügen, beispielsweise Spanisch!
  4. Auf Deutsch gibt es bisher keine innovativen Buch-App-Angebote für Kinder im Lesealter wie überhaupt Leseangebote für diese Altersgruppe in den Stores fehlen. Wir bieten eine Buch-App für Kinder ab acht Jahren. Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung, auch für Literaturkenner und -liebhaber ist die Meta Morfoß App eine wunderbares Schatzkästlein auf dem Tablet!
  5. Unser originelles Experiment soll den Spaß am Lesen mit dem Spaß an der Technik verbinden.

Nun brauchen wir euch: Geht auf www.startnext.de/meta-morfoss-app und werdet unser Fan! Wir brauchen 100 Fans, damit die Finanzierungsphase starten kann. Fan unseres Projekts zu sein verpflichtet euch nicht zur Spende! Mit einem Facebook oder Google+ Account könnt ihr auch Fan werden ohne euch bei Startnext zu registrieren.

Buch-Apps: Interaktives Lesen auf Tablet-Computern

Versunken folgen wir den schwarzen Zeichenketten, fühlen das Papier der Buchseiten und hören sie rascheln – so sah und sieht Lesen aus, seit es gedruckte Bücher gibt. Was wird daraus werden?

Es gab viele erschrockene Reaktionen, als 2010 Alice for the iPad erschien, eine der ersten Buch-Apps für mobile Endgeräte. Mit der App-Adaption von Lewis Carrolls Kinderbuch-Klassiker landete Atomic Antelope dennoch einen Riesenerfolg: Durch Schütteln, Tippen und Wischen animiert die App John Tenniels bekannte Illustrationen. Chris Stevens, der Chef dieses jungen britische Verlags, schob seine Kritiker einfach in die Ecke der Ewiggestrigen ab: In der klassischen Buchbranche würde niemand verstehen, dass längst eine neue Zeit angebrochen sei, deren ungeahnte technologische Möglichkeiten es auszuschöpfen gelte, statt sie zu verdammen. Ein Kind, das vielleicht kein gedrucktes Buch in die Hand nehmen würde, könnte über das mediale Format einer App möglicherweise überhaupt erst für Literatur begeistert werden.

Verführerische Zeitdiebe

Spätestens seit das erste iPad auf den Markt kam, ist klar geworden, dass die Neukonzeption des Buches durch digitale Technologien weit über das E-Book hinausgeht. Anders als das E-Book, bei dem es sich um ein Dateiformat für elektronische Bücher handelt, dessen Lesbarkeit zurzeit meistens noch abhängig vom Lesegerät ist, wird eine Buch-App für ein bestimmtes Betriebssystem programmiert. Sie kann über die App-Stores auf mobile Geräte mit dem jeweiligen System heruntergeladen werden. Schon jetzt gibt es in deutschen Haushalten zehnmal mehr Tablets als E-Reader und zunehmend wird auf mobilen Computern gelesen. Kinder wachsen heute selbstverständlich mit diesen Geräten auf. Durch ihre einfache Bedienung und den hohen Unterhaltungswert sind sie verführerische Zeitdiebe und werden nicht zu Unrecht als Gefahr für das Lesen von Büchern gesehen. Aber gleichzeitig bieten sie große Chancen, Inhalte auf bequeme, attraktive und spielerische Weise vermitteln zu können – beispielsweise in Form von Buch-Apps.

(c) Daktylos Media
(c) Daktylos Media

In den großen Online-Stores tragen viele Apps das Wort „Buch“ oder „book“ in ihrer Bezeichnung. Der Begriff „Buch-App“ ist nicht eindeutig. Definiert man als „Buch“ ein mediales Format, bei dem das Geschichtenerzählen im Mittelpunkt steht und es durch eine professionelle ästhetische Gestaltung vermittelt wird, so bleiben in der Kategorie „Bücher“ in den App-Stores nur wenige Anwendungen übrig. Viele Angebote für Kinder stellen sich als Spiele heraus. Hinzu kommt, dass die grafische Gestaltung oft weit unter dem Niveau gedruckter Bücher bleibt. Solche Anwendungen sind dafür aber meistens kostenlos zu haben – im Gegensatz zu den guten, aufwendig gestalteten Buch-Apps. Produkte, die diese Bezeichnung verdienen, bieten ein anspruchsvolles Design und eine Geschichte, deren Erleben um mehrere Dimensionen erweitert wird: durch die physische Interaktion sowie durch Features wie Voice-over, Soundeffekte, Musik, animierte Illustrationen und Spiele. Im Team arbeiten Programmleiter, Autoren, Redakteure, Übersetzer und Illustratoren mit Komponisten, Musikern, Sprechern, Designern für Grafik, Sound, User Interface und User Experience sowie mit Gamedesignern und Programmierern zusammen.

Hohe Kosten, hohes Risiko

Auch nach dem Release einer Buch-App ist der Arbeitsprozess nicht abgeschlossen. In engem Austausch mit den Kunden wird die App verbessert und oft durch neue Features aufgewertet. Buch-App-Projekte brechen die Grenzen klassischer Verlagsarbeit auf. Sie sind aufwendig und kostspielig. Mit ihrer Produktion sind deshalb meist nicht klassische Verlage, sondern oft Firmen aus der Kommunikations- und Unterhaltungsbranche beschäftigt, die Auftragsarbeiten umsetzen und über ein hohes Marketing-Budget verfügen. Das Risiko, dass nach dem Buch-App-Release die Produktionskosten im durchschnittlich fünfstelligen Bereich nicht wieder eingespielt werden, ist hoch.

Buch-App-Pionierarbeit in Deutschland

In Deutschland gehört der Oetinger Verlag zu den wenigen, die sich an die eigene Entwicklung von Buch-Apps gewagt haben. Mit dem Tigerbooks-Format hat Oetinger ein App-Format entwickelt, mit dem er nach und nach seine Erfolgstitel wie Der Regenbogenfisch oder Der kleine Eisbär in interaktive Erlebnisbücher umsetzt. Diese können über die eigens dafür entwickelte Tigerbooks-Buchladen-App heruntergeladen und gelesen werden. Mit dem geplanten Release der TigerCreate-Software im Frühjahr 2014 will der Oetinger Verlag in Zusammenarbeit mit der Tigerbooks Media GmbH die von der Verlagsbranche lang ersehnte Lösung liefern, mit der es möglich werden soll, Buch-Apps für alle relevanten mobilen Betriebssysteme zu exportieren.

Eine Buch-App ist für die klassische Verlagsbranche eine relativ neue Produktvision, die ausgelotet und ausprobiert werden will. Damit ein Buch auch als App zum Lesen und Geschichtenerleben anhält, sind kreative und originelle Konzepte gefragt. Voraussichtlich werden aber Buch-Apps für die Lesenden die klassischen Bücher nicht ersetzen, sondern eher ergänzen. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Inhalt wie Buch-Apps wird in den nächsten Jahren sicherlich steigen – spätestens dann, wenn ein Tablet wie ein Handy selbstverständlich zu jedem Haushalt dazugehören wird.


Anna Burck
(C) Goethe-Institut Januar 2014
Der Artikel ist ursprünglich erschienen auf www.goethe.de.


Links zum Thema

Daktylos Media wird gute Buch-Apps machen

Girls reading Story Book Apps on a tablet (c) Daktylos Media
Girls reading Story Book Apps
on a tablet (c) Daktylos Media

Kinder lieben Bücher und Vorlesen – und sie lesen entgegen verbreiteter Ängste auch selbst! Außerdem sind sie völlig fasziniert von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet Computern. Wer hat noch nicht erlebt, wie ein Kind mit so einem Gerät für mehrere Stunden in die verführerische Welt der Apps abtauchen kann, wenn es nicht von besorgten Eltern daran gehindert wird. Solche Sorgen sind verständlich, aber sie werden noch geschürt durch warnende Stimmen namhafter Autoren. Wir fragten uns: Wie kann man Lesen und die neuen technologischen Möglichkeiten miteinander so verbinden, dass letztere richtig ausgeschöpft werden, das Kind jedoch durch sie nicht abgelenkt und zerstreut, sondern erst zum eigentlichen Lesen motiviert wird? Unsere Überlegungen scheinen gerade zur rechten Zeit zu kommen, nicht nur uns fällt auf, dass es – nicht nur in Deutschland – an innovativen Buch-Apps fehlt.

So haben wir Daktylos Media gegründet, einen Verlag für die Konzeption und Produktion von interaktiven Kinder- und Jugendbüchern als Apps fürs iPad und Android Tablets. Wir erfinden neue Formate für Buch-Apps: Beginnen werden wir mit dem „Lesequest“ und danach mit der „Abenteuer Geschichte“. Das Lesequest ist eine Mischung aus E-Book und interaktivem Suchspiel. Die Leserin oder der Leser animieren die Illustrationen, indem sie die Schlüsselwörter auf jeder Seite der Erzählung finden und antippen. So lenken die Animationen in unseren Story Book Apps nicht vom Lesen ab, sondern – im Gegenteil – sie motivieren dazu. Unser zweites geplantes App-Format, die „Abenteuer Geschichte“, wird Belletristik und Sachbuch zu Themen aus Geschichte und Kultur der Menschheit miteinander verbinden. In einer Daktylos Media App kann man zwischen drei Sprachversionen umschalten: Deutsch, Englisch und Russisch. Wir wollen weltweit eine der ersten Adressen für den Kauf von hochwertigem App Content für Kinder und Jugendliche sein!

woodleywonderworks@flickr, CC BY 2.0
woodleywonderworks@flickr, CC BY 2.0

Die Stores von Apple und Google bieten keine erweiterten Suchfunktionen für Buch-Apps. Deshalb eröffnen wir dieses Blog. Hier werden wir auf Deutsch und auf Russisch zu Kinderbuch-Apps sowie zu E-Books für Kinder und Jugendliche schreiben. Wer nach gutem und sinnvollem App-Content sucht und mehr über die digitalen Trends in der Kinder- und Jugendliteratur im 21. Jahrhundert wissen möchte, ist hier richtig.

Unser erstes App wird das Meta Morfoß Lesequest sein, eine Erzählung von Peter Hacks über ein kleines Mädchen, das sich ständig in alles Mögliche verwandelt. Die App verbindet diese wunderbare Geschichte mit Illustrationen des russischen Illustrators, Animators und Gamedesigners Max Litvinov (aka  KClogg). Demnächst werden wir hier über unsere geplante Crowdfunding-Kampagne zur Produktion des Meta Morfoß Lesequests berichten.