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Meta Morfoß App ist Spiel des Monats beim Internet-ABC

Die Nachricht erreichte uns pünktlich zum Start der Leipziger Buchmesse: Die Meta Morfoß App ist vom Internet-ABC in der Kategorie Spiel- und Lernsoftware zum „Spiel des Monats“ gewählt worden. Wir freuen uns riesig über diese Ehre! Und ganz besonders freuen wir uns über die neugierige Begeisterung des Rezensenten. Er stellt die Besonderheit des Lesequestformats heraus:

Bei den meisten Leseapps liest ein Sprecher die Geschichte vor, und das Kind darf wild auf den Bildern herumtappen, um die Animationen herauszukitzeln. “MetaMorfoß” ist anders, denn hier lesen die Kinder den Text selbst. Und sie tippen nicht auf den Bildern herum, sondern müssen drei Schlüsselbegriffe im Text finden, die dann eine der bezaubernden Animationen auslösen.

Meta Morfoß als Wollsocke Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media
Meta Morfoß als Wollsocke
Illustration: Max Litvinov/KClogg (c) Daktylos Media

„Atemberauben schön“ und „behutsam animiert“ seien KCloggs Animationen – und besonders beeindruckend, wenn Meta sich in eine Lokomotive, eine Wärmflasche oder Albert Einstein verwandelt.
Es ist schön, dass hier auch ein beherzter Blick auf den Schriftsteller Peter Hacks und seine Geschichte über dieses „anarchistische“ Mädchen geworfen wird, das so bleiben kann, wie es ist. Denn Meta hat sehr menschliche Bezugspersonen, für welche die von außen wahrgenomme Andersheit … ganz normal ist.

Meta Morfoß ist eben ein Text, der so gar nicht in einer engen „DDR-Schublade“ liegen will, sondern seit Jahrzehnten auf literaturgeschichtliche Ordnungsversuche pfeift und fröhlich weiter durch die Hände überraschter und begeisterter Leserinnen und Leser hüpft.

Herunterladen kann man die Meta Morfoß App fürs iPad hier oder für Android Tablets hier. Viel Spaß!

130786-130878-1-iabc_banner-02Und hier noch eine kleine Info zum Internet-ABC: Das Portal ist ein Angebot für Kinder und Eltern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und neuen Medien. Die redaktionelle Leitung obliegt dem Grimme-Institut und für uns hat sich der Kindermedienexperte und Literaturliebhaber Thomas Feibel ins Zeug gelegt. Er ist übrigens auch Organisator des Tommi Kindersoftwarepreises. Vielen Dank, lieber Thomas!

#MetaCrowd: Mädchen mit phantastischen Möglichkeiten

Eine unserer treuesten und begeistertsten Fans ist Gesine Reinicke aka @textgruen. Für unsere #MetaCrowd-Aktion hat sie, die in Westberlin aufgewachsen ist und die deutsche Teilung hautnah miterlebt hat, nun diese – wie sie uns schrieb – „wahlverwandte Annäherung“ an Meta Morfoß und deren Hacks-Geschwister unternommen.

Meta hätte ich gerne viel früher gekannt

Peter Hacks war mir schon als Kind ein Begriff, doch Meta Morfoß kannte ich – leider – nicht. Bis ich über Twitter das faszinierende Lesequest-App-Projekt von Daktylos Media entdeckte und zur #MetaCrowd gestoßen bin.
Hacks begegnete mir unvergesslich schon zu Beginn meiner Karriere als Leserin. Eine wilde Geschichte, eine ziemlich böse „Parafabel“, zwischen dunkelgrünen Deckeln eines besonderen Bilderbuchs: Der Bär auf dem Försterball, illustriert mit den klaren, kindgerechten, zum Cartoon hin tendierenden Bildern, die Walter Schmögner für die (West)-Bilderbuchausgabe schuf. Sie gehören für mich fast untrennbar zur Geschichte – darum freut mich die Neuauflage des Buches im Eulenspiegel-Verlag besonders.

Ich bin fast sicher, dass es mein Vater war, der damals das Bilderbuch für uns Kinder kurz nach dem Erscheinen im Middelhauve Verlag 1972 erworben hat. Denn ich bin ganz sicher, dass er mit dem Namen Peter Hacks vertraut war. Die geteilte deutsche Literatur interessierte ihn. Und Hacks war in mehreren Hinsichten ein Grenzgänger wie mein Vater. Beide hatten sie mit einem Schritt über die innerdeutsche Grenze eine Lebensentscheidung getroffen – Hacks 1955, mein Vater 1956, allerdings aus unterschiedlichen Gründen in jeweils umgekehrter Richtung.

„Wozu die Flinten?“ rief der junge Förster. „Wir wollen dich doch schießen“, antworteten sie, „du bist doch der Bär.“ – „Ihr versteht überhaupt nichts von Bären“, sagte der Bär. Illustration des Bilderbuchs Peter Hacks: Der Bär auf dem Försterball. Middelhauve 1972
„Wozu die Flinten?“ rief der junge Förster. „Wir wollen dich doch schießen“, antworteten sie, „du bist doch der Bär.“ – „Ihr versteht überhaupt nichts von Bären“, sagte der Bär.
Illustration des Bilderbuchs Peter Hacks: Der Bär auf dem Försterball. Middelhauve 1972.
Neu aufgelegt vom Eulenspiegel Verlag 2004.

Kindliche Wahrnehmung von Benimmregeln im geteilten Deutschland – Vorbereitung auf Leseabenteuer

Die 1970er als Inselkind in Berlin verbracht, das bedeutete für mich bei Familienreisen zu Vaters Verwandten jenseits der Mauer stets besonders bewusstes Erleben von Grenzgängen, Passagen zwischen Selbst- und Fremd-Kontrollroutinen vor einem emotional beunruhigenden Hintergrund von Halbverstandenem und Unausprechlichem beim Übergang von einem System in ein anderes. Während der oft üppigen Wartezeiten wuchs die Spannung im Auto, deutlich spürbar die Angst der Eltern, etwas falsch zu machen. Regeln und Rituale voller Rätsel und unausgesprochener Zusammenhänge. Zu ahnen in verbalen und nonverbalen Windungen der Erwachsenen gegenüber den Uniformierten und ebenso jener Uniformierten im Umgang mit uns, den korrekt zu Kontrollierenden. Ich lernte, indem ich beobachtete und versuchte, die Masken zu lesen. Bis heute fällt es mir schwer zu benennen, was genau ich lernte …

Warum fang ich davon an? Weil ich glaube, dass mich leibhaftiges Erleben geprägt, früh meine „Antennen“ für Nuancen, Unter- und Zwischentöne von Kommunikation geschärft hat. Ich stürzte mich früh in Sprach- und Leseabenteuer aller Art, entdeckte fasziniert, wie immer neue Welten, Ideen und Werkzeuge zum Denken sich lesend erschließen – und dass das „Wie“ eines Textes entscheidenden Einfluß hat auf die Plausibilität und das Faszinationspotenzial des „Was“, dass im besten Falle die Textgestalt und die Inhalte einander bedingen. Ich lernte Gesten, Mienen, Sprachäußerungen und literarische Bildwelten immer auch als Platzhalter, Masken und Metaphern des Eigentlichen zu begreifen, abzuklopfen auf ihren möglichen Hintersinn, und Irritationen, „Störungen“ und „schräge“ Töne zu goutieren – als Saat konstruktiven Zweifelns.

Abfertigung der Tansitreisenden und der in die Südbezirke der DDR reisenden Westberliner Bürger am Grenzübergang Drewitz-Dreilinden. Foto: Bundesarchiv Bild 183-L0331-0007
Abfertigung der Tansitreisenden und der in die Südbezirke der DDR reisenden Westberliner Bürger am Grenzübergang Drewitz-Dreilinden.
Foto: Bundesarchiv Bild 183-L0331-0007

Solch wertvolles Saatgut sammle ich heute noch – beispielsweise mit den Worten über den Himmel, die Peter Hacks seiner Meta in den Mund legt, als diese sich nach dem Vorwurf des Lehrers, sie sei albern gewesen, mitten im Unterricht in Albert Einstein verwandelt:

Meine hochverehrten Damen und Herren. Alle Sterne drehen sich um аllе Sterne. Es gibt große und kleine Sterne, helle und dunkle, wichtigere und weniger wichtige, aber es ist keiner unter ihnen, auf den es nicht ankommt. Jeder Stern hat ein bisschen Recht. Und was wir Menschen von den Sternen lernen können, ist, wie nett sie, obgleich jeder ein bisschen Recht hat, sich am Ende miteinander geeinigt haben. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Leben und Lesen gehören für mich untrennbar zusammen: Reflexion über Intentionen und Gestaltungselemente von Kommunikationsakten sensibilisiert für differenzierte Text-Analyse und -Gestaltung ebenso wie für kritische Welt- und Selbst-Befragung.

Hacks’ Tücke des Subjekts – Authentische, kreative Selbstentfaltung jenseits von Systemfragen

Hacks’ Förster repräsentierten für mich eine „uniformierte Ordnungsmacht“, die mich als Kind um den Bären bis zuletzt fürchten ließ. Denn obwohl der Bär den Förstern überlegen scheint – unklar ist, ob er sich selbst treu bleiben kann, als die Gruppe ihn zum ‘Bestimmer’ macht. Hacks’ Parabel über die Problematik von Gruppendynamiken, die Hierarchiedenken unterliegen, half mir, Zweifel als Werkzeuge zu erkennen. Der übermütige Bär provozierte Nachdenklichkeit.

Die Handlung rund um Meta Morfoß aber ermutigt (sie und die Lesenden) dazu, sich nicht durch Selbstzweifel vom Ausloten der eigenen Möglichkeiten abhalten zu lassen. Dazu trägt eine im Vergleich zu den Förstern deutlich verständigere Ordnungsmacht bei, „der Müllmann, Herr Karsunke“. Im Gespräch der Erwachsenen über Meta und ihre Verwandlungen meint er, er habe nichts gegen Krokodile und Engel:

„Ich verlange nur eins: dass sie sich endlich entscheidet, wer sie sein will, damit man sich daran gewöhnen kann.“
„Wir haben uns auch so daran gewöhnt“, sagte Herr Morfoß.
„Es ist doch ganz klar, wer sie ist“, sagte Frau Morfoß. „Sie ist doch die Meta.“

Sollte sich Meta Morfoß irgendwann einmal in einen Bären verwandeln, der sich als Förster verkleidet, vielleicht fände ein ganz neuer, anderer Försterball statt?

Phantasievolle Zeitreisen

Heutigen Kindern jedenfalls wünsche ich nachhaltige Begegnungen mit Meta und gern (vielleicht etwas später…) auch mit dem „Bär auf dem Försterball“: Hacks’ kindgerecht gewitzte Literatur verführt neugierige und neugierig gebliebene Entdecker*innen dank klarer Sprache, die bildkräftige Phantasie aus tiefen Gedankenquellen sprudeln lässt.

Die Jüngeren, die in diesem vereinten, aber nicht durchweg einigen Deutschland aufwachsen, könnten im Austausch mit den Älteren neue Details entdecken und umgekehrt. Meta-nautische Expeditionsteams könnten Perspektiven vergleichen und bereden, gar gemeinsam auf „Zeitreise“ gehen – um sich selbst und einander neu und klarer zu sehen und verstehen.

Gesine Reinicke https://twitter.com/textgruen
Gesine Reinicke @textgruen

(Mit ganz herzlichem Dank an Anna Burck für die Würze in der Kürze!)

#MetaCrowd: „Wenn ich es mir ganz fest vornehme, kann ich fliegen“

Julia Fertig hat als Kind gespürt, dass man sich wie Meta Morfoß in alles verwandeln kann – man muss nur fest glauben und den richtigen Moment abpassen … Herzlichen Dank, liebe Julia, für deinen wunderbaren Beitrag!

In meiner Erinnerung ist „Meta Morfoß“ das Buch mit der langen Socke auf dem leicht stumpf gewordenen Pappeinband.

Ich wusste weder, was eine Metamorphose, noch, was eine Orchidee ist oder wer Albert Einstein war. Auch der antiautoritäre Duktus der Geschichte von Peter Hacks, die in der DDR in der Reihe der „Trompeterbücher“ des Kinderbuchverlags erschien, konnte mich erst später überraschen. Ich habe ihn einfach überlesen.

Für mich war die Meta vor allem eines: eine Versuchung. Und ein Anker gleichzeitig. Ich war überzeugt davon, wenn ich nur wollte, könnte ich mich wie Meta in alles verwandeln. Ganz in echt. Ich habe mich nur nie wirklich getraut. Ich wollte auch kein Krokodil auf der Straße oder eine Lok im Gegenverkehr sein. Mir kam es auf Provokation oder Selbstverwirklichung nicht an. Mir war es wichtig, diese Kraft als „letztes Mittel“ für ganz bestimmte Situationen aufzuheben. Als Rettung aus mir selbst. Wer weiß, wozu es mal gut ist …

Julia Fertig
Julia Fertig

Ich kann heute noch die tiefe Überzeugung in mir nachspüren, dass ich fliegen könnte, wenn ich mir es nur fest genug vornähme und den Impuls genau im richtigen Moment umsetzte. Pädagogisch nennt man das wohl die „magische Phase“. Den festen, kindlichen Glauben an das Wunderbare. Meta Morfoss war eines der Bücher, an dessen Realitätsnähe ich fest glaubte.

Diese selbstverständliche Unbedingtheit. „Ich bin doch die Meta!“ Heute weiß ich, dass die Greifbarkeit des Phantastischen in der magischen Phase kein an ein bestimmtes Alter gebundenes physiologisches Phänomen ist, sondern ein Qualitätsmerkmal guter Literatur. Danke, Peter Hacks!

#MetaCrowd: Die tröstende Meta

Unser Fan und Supporter Kati Schrödter hat uns die erste Geschichte zu unserer #MetaCrowd-Aktion geschickt. Wir freuen uns riesig über diese wunderbare Erinnerung und danken Kati herzlich dafür!

Die tröstende Meta

Das Kennenlernen von Meta und mir war in trister Umgebung. Ich war zum ersten und hoffentlich letzten Mal im Krankenhaus und bekam von meiner Lieblingstante als Trostpflästerchen ein kleines gelbes Trompeterbüchlein geschenkt, das Geschichten von zwei Mädchen – Claudia („Ein Märchen für Claudias Puppe“) und Meta („Meta Morfoß“) – enthielt. Mit ihrer ansteckenden, „schauderhaften Blödellaune“ hat vor allem Meta mir die Tage in der Klinik versüßt.

Später als ich wieder gesund war, hat das Büchlein einen festen Stammplatz an meinem Bett gekommen. Oft habe ich mich mit Meta weg geträumt. Peter Hacks’ Kinderbücher lassen der Phantasie viel Raum und geben Impulse zum Weiterspinnen. Das mit dem Trösten funktioniert übrigens immer noch. Ich habe es erst vor kurzem bei meinem 7-jährigen Patenkind erfolgreich ausprobiert.

Kati Schrödter
Kati Schrödter

Als Leseratte und Theaternärrin bin ich dem Vater von Meta, Peter Hacks, später noch einige Male begegnet. Eine wunderbare Sprachakrobatik, gepaart mit klugen und tiefen Gedanken, findet sich in vielen seiner Werke und hat mich oft auch als Erwachsene begeistert.

#MetaCrowd: Erzähl von deiner Begegnung mit Meta Morfoß und ihren Hacks-Geschwistern!

Lange war es still hier, wir waren wie ihr wisst im Urlaub, was allen sehr gut getan hat. Nun aber meldet sich Meta Morfoß zurück und lautstark zu Wort!
Meta an alle Fans und Supporter: “Wer von euch kennt mich schon? Wann sind wir uns begegnet? Kennst du auch meine Hacks-Geschwister? Erzähl doch mal!”

Um Meta ranken sich bereits so viele Geschichten ...  (c) Daktylos Media
Um Meta ranken sich bereits so viele Geschichten …
(c) Daktylos Media

Einige von euch haben uns bereits begeistert davon berichtet, wie sie Meta Morfoß oder andere Geschichten von Peter Hacks als Kind gelesen oder mit ihren eigenen Kindern heute entdeckt haben.
Uljana Wolf, die für uns Meta Morfoß ins Englische übersetzt hat, machte bereits den Anfang: Im Daktylos Media Blog hat sie vor ein paar Wochen mit uns darüber gesprochen, was das Buch Meta Morfoß für sie bedeutet.
Wir wollen die #MetaCrowd sichtbar und noch viel größer machen! Deshalb sammeln wir jetzt solche Geschichten von der ersten Begegnung mit Meta Morfoß und möchten sie nacheinander im Daktylos Media Blog veröffentlichen. Schreibt eure Geschichte auf, ein paar Zeilen reichen, und schickt sie an uns! Sagt unsere Geschichtensammelaktion weiter, damit wir so viele Storys wie möglich zeigen können, die Menschen persönlich mit Meta Morfoß und Peter Hacks verbinden.

Schickt eure Geschichte (ca. 500 bis 1500 Zeichen) an anna@daktylos-media.com!

„Kinder? Ich kenne gar keine.“ Ein Gespräch über Peter Hacks als Kinderbuchautor

Unsere erste Buch-App bringt Peter Hacks’ Erzählung Meta Morfoß auf iPads und Android Tablets. Im Interview mit Dakytlos Media erzählt Verleger Dr. Matthias Oehme über Peter Hacks und dessen wunderbare Texte für Kinder.

Peter Hacks, 1976. Foto: Bundesarchiv
Peter Hacks, 1976. Foto: Bundesarchiv

Daktylos Media (DM): Wo und wie haben Sie Peter Hacks kennengelernt?

Matthias Oehme (MO): Den Dichter kenne ich schon lange, persönlich habe ich ihn aber erst spät kennengelernt. Das geschah in einer Zeit, in der ich den Eulenspiegel Verlag übernommen hatte, also etwa 1994, und Hacks als Autor zu gewinnen versuchte. Und obwohl sich das nicht gleich machen ließ, war er sehr freundlich, aufgeschlossen und überaus interessiert, was hier mit dem alten DDR-Verlag passiert. Ich hatte den Eindruck, dass unsere Begegnungen und Gespräche, teils im Verlag, teils bei ihm in der Schönhauser Allee oder draußen auf seinem Landsitz, von Sympathie und Einverständnis geprägt waren. Er wollte schon gern bei uns publizieren.

DM: Was ist Ihnen von Hacks besonders in Erinnerung geblieben?

MO: Auch wenn es nur ein Aspekt ist, so sollte man den doch nicht unterschätzen: Ich hatte den Eindruck, dass er ungemein neugierig war; er ließ sich gern über alle Sachverhalte und Personen Neues berichten, seien es die Umstände des Verlagsgeschäfts, politische Entwicklungen oder eben literarischer Tratsch; nur Neues sollte es eben sein. Alles andere langweilte ihn schnell. Und natürlich hatte er zu allem ein Urteil; ich nenne es nicht Meinung, denn meist war das gegründeter als eine bloße Meinung.

T. liest Geschichten von Henriette und Onkel Titus, zweite Auflage des Kinderbuchverlags 1982 (c) Daktylos Media
T. liest Geschichten von Henriette und Onkel Titus, zweite Auflage des Kinderbuchverlags 1982 (c) Daktylos Media

DM: Hacks, der selber keine Kinder hatte, hat wunderbare Kinderliteratur geschrieben. Was macht aus Ihrer Sicht diese Texte so zeitlos und so stark?

MO: Ja, sie sind nicht kindertümelnd, nicht didaktisch, tief von einsehbarer Logik und spaßhafter Vernunft geprägt, was Kindern sehr gefällt, es handelt sich um kräftige, phantasievolle Fabeln, um sprachlich klare und originelle, dabei hochpoetische Texte, und es sprechen sich jeweils herausragend selbstbewusste Haltungen und ein frohgemuter Handlungswillen aus. Das ist Literatur nicht nur für Krisen oder Phasen des Niedergangs, das ist haltbar. „Ein Ding von Schönheit ist ein Glück auf immer.“

DM: Wissen Sie, welche Bedeutung das Schreiben von Texten für Kinder für Hacks persönlich hatte, welchen Raum es in seinem Leben einnahm, was er damit verband?

MO: Er selbst hat ja darüber in seinem Aufsatz „Was ist ein Drama, was ist ein Kind?“geschrieben, ich mag nicht besserwisserisch sein. Für Kinder zu schreiben war ihm, glaub ich, literarisch-ästhetisch nicht so sehr wichtig, insofern sind all diese Texte Blumen eher vom Feldrain der Poesie. Die Verfertigung dieser Sachen kam aber seinem Naturell entgegen, will sagen, er hatte offenbar öfter mal überbordende Lust drauf. Das ist so, wie dieser große Dramatiker gelegentlich eben auch Gedichte oder erzählende Texte geschrieben hat. Außerdem hatte er ein hochentwickeltes Genrebewusstsein, so dass ihm klar war, dass bestimmte Gegenstände eben nur in den Sagweisen der Kinderliteratur sich behandeln lassen.

Auf die Frage, wieso er für Kinder schreibt und sie offenbar gut kennt, hat er 1977 dem DDR-Kinderbuchverlag einmal so geantwortet:

Man fragt: Sie haben natürlich Kinder? Ich erwidere, nein. Man fragt: woher kennen Sie sie dann? Ich erwidere: ich kenne gar keine. Hiernach verwundert man sich und fragt: aber Sie scheinen sie doch zu mögen! – Ist das wirklich so schwierig? Ich habe keine Kinder und kenne folglich keine und habe aus diesen beiden Gründen wenig Mühe, mir meine gute Meinung über sie zu erhalten.

DM: Hacks’ Erzählungen wie Meta Morfoß oder Geschichten von Henriette und Onkel Titus entstehen aus dem Spiel mit der Sprache und ihren Bedeutungen, sie erscheinen zuweilen absurd. Kann man sagen, dass es in der DDR-Kinderliteratur auch eine absurde Erzähllinie gab wie beispielsweise im englischsprachigen Raum oder in der jungen Sowjetunion? Oder ist Hacks da eher ein Einzelfall?

MO: Ich vermute, dass die Ähnlichkeiten recht oberflächlich sind. Die Bezeichnungen des Absurden trifft  die Hervorbringungen der Hacksschen Phantasie gar nicht. Hacks ist zwar tatsächlich ein Einzelfall, das denke ich schon auch, aber sein Boden ist definitiv der Realismus; vielleicht macht die Fülle, die Fruchtbarkeit seines Realismusbegriffs ja seine Einzigartigkeit aus. Alles, was uns so sehr phantastisch, gar absurd erscheint, etwa ein Bär, der auf dem Försterball das große Wort führt, sind wirklichkeitsgesättigte und wirklichkeitszugewandte Geschichten mit Witz und Hintersinn, die Kinder durchaus nicht mit den zahllosen sauertöpfischen Produkten von anthropomorphisierenden Halbdidakten verwechseln. Die haben dafür nämlich ein untrügliches Gespür.

Der Bär auf dem Försterball. Illustrationen von Walter Schmögner (c) Eulenspiegel Verlag
Der Bär auf dem Försterball. Illustrationen von Walter Schmögner
(c) Eulenspiegel Verlag

DM: Ein russisches Entwicklerteam, das wir wegen der Programmierung der „Meta Morfoß App“ angefragt hatten, erteilte uns eine Absage: Mit „Hermaphroditen“ wolle man nichts am Hut haben. Wissen Sie, ob Meta Morfoß auch früher schon für Anstoß gesorgt hat?

MO: Naja, ich finde die Episode mit der Absage lustig, aber nicht nur lustig. Bekannt ist mir derlei nicht, obwohl es gegen Hacks von früh an auch immer wieder mal irgendwelche Einwände gegeben hat, auch gegen seine Texte für Kinder. Es sind die Lehrer, die wirklichen und die angemaßten, die oft ihre Schwierigkeiten damit haben. Aber ein so gebildetes Vorurteil ist mir da nicht begegnet; und mehr ist es ja nicht. Ich weiß gar nicht, ob sich daran tatsächlich eine gesellschaftspolitische Debatte entzünden kann. Sie dürfen nicht vergessen, dass ein DDR-Kind ja viel aufgeklärter war als etwa ein westdeutsches. Letztlich auch dank Hacks!

DM: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben!


Matthias Oehme, Geschäftsführer des Eulenspiegel Verlags und Peter Hacks Verleger. Foto: Simone Uthleb (c) Eulenspiegel Verlag
Matthias Oehme, Geschäftsführer des Eulenspiegel Verlags und Peter Hacks Verleger.
Foto: Simone Uthleb
(c) Eulenspiegel Verlag

Dr. Matthias Oehme, geb. 1954, Literaturwissenschaftler und Verleger; Studium der Germanistik in Leipzig, Promotion 1984 mit einer Untersuchung zu Dramaturgie und Dramentheorie beim späten Schiller. Übernahm 1993 zusammen mit Jacqueline Kühne den Verlag Das Neue Berlin und den Eulenspiegel Verlag, beide Verlage wurden durch eine neugegründete Gesellschaft fortgeführt. Ist gelegentlich auch herausgeberisch tätig (Herder, Schiller, Brecht, Hacks).

Crowdfunding für die Meta Morfoß App – Beginn der Startphase!

Startnext-banner

Ab heute läuft unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.de. Mit dem Funding wollen wir die Fertigstellung unserer Meta Morfoß App finanzieren.

Jetzt läuft die Startphase der Kampagne. Mit ihr lenkt man die Aufmerksamkeit auf das Projekt und sammelt Fans. Wenn wir 100 Fans für unser Projekt gesammelt haben, kann die Finanzierungsphase beginnen.Und hier ist nun endlich das lang erwartete Pitch Video!
Darin könnt ihr auch sehen, wie unser App-Prototyp funktioniert.

Unterstützt unser Projekt, das die wunderbare Erzählung Meta Morfoß von Peter Hacks in eine einmalige Buch-App für Kinder und Literaturliebhaber bringt!
Es gibt viele gute Gründe dafür. Hier sind einige:

  1. Unsere Meta Morfoß App verbindet gute Literatur – keine Adaption, keine Nacherzählung – mit originellen Illustrationen und gutem Design.
  2. Wir haben die “Lesequest” entwickelt, ein ganz neues App-Format. Die animierten Illustrationen lenken hier nicht wie bei anderen Kinderbuch-Apps vom Text ab, sondern können erst über das Lesen aktiviert werden.
  3. In der App kann man zwischen Deutsch, Russisch und Englisch umschalten. Und als Stretch Goal, also wenn mehr Geld gespendet wird als erwartet, planen wir noch weitere Sprachversionen hinzuzufügen, beispielsweise Spanisch!
  4. Auf Deutsch gibt es bisher keine innovativen Buch-App-Angebote für Kinder im Lesealter wie überhaupt Leseangebote für diese Altersgruppe in den Stores fehlen. Wir bieten eine Buch-App für Kinder ab acht Jahren. Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung, auch für Literaturkenner und -liebhaber ist die Meta Morfoß App eine wunderbares Schatzkästlein auf dem Tablet!
  5. Unser originelles Experiment soll den Spaß am Lesen mit dem Spaß an der Technik verbinden.

Nun brauchen wir euch: Geht auf www.startnext.de/meta-morfoss-app und werdet unser Fan! Wir brauchen 100 Fans, damit die Finanzierungsphase starten kann. Fan unseres Projekts zu sein verpflichtet euch nicht zur Spende! Mit einem Facebook oder Google+ Account könnt ihr auch Fan werden ohne euch bei Startnext zu registrieren.

Mit wem wir arbeiten. Teil 1: Der Illustrator

Nachdem wir geklärt hatten, welchen Text wir für die App nehmen wollen, und uns für Meta Morfoß von Peter Hacks entschieden haben, kam die Frage: Wie sollen die Illustrationen dazu aussehen? Eine klare Struktur der App hatten wir noch nicht vor Augen, aber es war natürlich klar, dass dieses Buch Bilder haben sollte. Und wir begannen zu suchen. Die Website illustrators.ru ist eine wunderbare Ressource, hier kann man die Suchparameter einstellen, beispielsweise dafür, dass jemand mit Vektorgrafik arbeiten soll oder eine bestimmte Technik oder einen bestimmten Stil verwendet. Ebenso haben wir andere Portfolio-Ressourcen genutzt – eine gute Adresse ist da auch behance.net.

Nach einem Illustrator für ein Buch zu suchen ist eigentlich so, als ob man einen Anwalt, Babysitter oder Zahnarzt auswählt – man muss Vertrauen haben. Wir fanden ungefähr 10 Illustratorinnen und Illustratoren, die in die Auswahl kamen. Wir überlegten zuerst, eine Ausschreibung zu machen. Aber als wir dann zu zweit am Computer saßen und in den Bildern “blätterten”, trafen wir die Entscheidung sofort, wir lagen auf einer Wellenlänge. Und eigentlich ohne große Erörterungen sagten wir fast einstimmig: Neeee, das ist nicht das Richtige. Oder: Na guuut, lass es uns später noch mal anschauen. So siebten wir immer weiter aus und legten das Ausgesiebte beiseite, bis nur noch einer übrig blieb: Maxim Litvinov aka Кclogg.

(c) Max Litvinov aka Kclogg
(c) Max Litvinov aka Kclogg
(c) Max Litvinov aka Kclogg
(c) Max Litvinov aka Kclogg

Parallel arbeiteten wir an der Grundidee und -struktur der App. So erschienen auf jeder Seite (auf jedem Screen) die Illustrationen und wurden mit dem Text zu einem interaktiven Mechanismus verbunden.

Wir hatten noch kein Storyboard, wir lasen von neuem Hacks’ Text und schauten uns immer wieder Maxims Portfolio an, es blieb kein Zweifel mehr. Zwischendurch sagten wir uns: “Stell dir vor, wie er den Lehrer Dr. Pauli zeichnen wird!” Oder: “Schau mal, so sollte Meta aussehen!”

Jetzt wissen wir, dass die Illustrationen in der gemeinsamen Arbeit entstehen. Während wir mit Maxim am Prototypen arbeiteten, testeten wir den Zugang zueinander aus – wir suchten nach einer gemeinsamen Sprache, einer gemeinsamen Welle, versuchten zwei Vorstellungen miteinander zu vereinbaren, unsere Idee mit seinen schöpferischen Impulsen.

Dass wir über die Entfernung mit unseren Mitarbeitern arbeiten, also nicht direkt miteinander kommunizieren können, hat seine Vorteile. Wir laden Freiberuflerinnen und Freiberufler ein, die am besten zu unserem Projekt passen.

Meta Morfoss sketch (c) Daktylos Media
Meta Morfoss sketch (c) Daktylos Media

An einigen Figuren haben wir lange gesessen, es hat gedauert, bis Meta oder Herr Maffrodit, die Tante, ihre endgültige Form bekommen haben. Aber der Müllfahrer Karsunke und der Lehrer Dr. Pauli sind an einem Tag entstanden. Da wir einen bestimmten Stil, die 1970er Jahre, in die App bringen wollen, haben wir viel Zeit damit verbracht, die passende Mode für unsere Figuren zu finden.

Vor uns liegt noch viel Arbeit. Bisher haben wir für den Prototyp zwei funktionierende Screens (von zwanzig) erstellt. Also, ran an die Arbeit! Und wünscht uns Erfolg!!

Kulturpropaganda (#HerrMaffrodit)

„Die Zerrüttung fängt nicht in den Toiletten an, sondern in den Köpfen“ – so brachte Professor Preobrashenski in Bulgakows Erzählung Hundeherz die sozialen Erschütterungen und Umwälzungen auf den Punkt. Die russische Gesellschaft versucht heute über die Normierung von Geschlechterrollen Identität zu stiften und findet dafür manchmal nicht nur in Bezug auf Homosexualität an den überraschendsten Stellen einen Aufhänger.

Was hat das mit einer Erzählung für Kinder aus der DDR zu tun, die der Schriftsteller Peter Hacks vor 40 Jahren schrieb? Wie sich für uns herausstellte, kann man das Thema der Metamorphose oder auch der Metamorphosen sehr weitläufig interpretieren. Man muss nur einmal eine entsprechende Untersuchung durchführen und wird merken, dass die Hälfte des kulturellen Erbes nicht den heutigen Moralvorstellungen entspricht. Und was kann denn amoralischer sein als diese ganzen heidnischen Abscheulichkeiten der Antike? Nicht nur, dass man sich damals nicht auf „traditionelle“ sexuelle Beziehungen beschränkte, nein – dort gab es solche Abweichungen, dass einem die Haare zu Berge stehen. Und Ovid hat eine Sammlung aller möglichen solcher Abweichungen erstellt.

All das im Kopf zusammen mit der fehlenden klassischen Bildung (im wahrsten Sinne dieses Wortes) und noch multipliziert mit den neuen gesetzgeberischen Initiativen, ausgehend von den Ufern der Newa, führt eben zur Zerrüttung in den Köpfen. Und dabei passiert das in frischen und jungen Köpfen, wo man noch wenig Vorstrukturiertes erwarten würde.

Drawing of parts of the human brain by Leonardo da Vinci wikimedia commons
Drawing of parts of the human
brain by Leonardo da Vinci wikimedia commons

Die andere Wirklichkeit holte uns da ein, wo wir überhaupt nicht damit gerechnet hatten: bei der Aufstellung des Budgets! Wir machten uns ans Rechnen und bereiteten Anfragen vor, um bei russischen Programmierern – Freelancern und Firmen – Angebote einzuholen. Fürs bessere Verständnis schrieben wir ein Storyboard für die Meta Morfoß App, in dem die ganze Geschichte Seite für Seite aufgeteilt ist und alle Szenen und handelnden Figuren genau beschrieben und benannt sind.

In der Erzählung hat das Mädchen Meta, die Hauptperson, eine Tante namens Maffrodit. Herr Maffrodit. Diese strickt gern und hat einen Schnurrbart. Wir hätten wohl auf der Hut sein sollen, aber wir hatten einfach Spaß und sprachen über das feine Spiel mit den Bedeutungen und Hacks’ Phantasie. Nachdem wir fünf Anfragen versendet hatten, warteten wir. Und es dauerte nicht lang: „Hallo Nick! Wir haben alles gelesen. Wir sind absolut intolerant gegen Hermaphroditen und ähnliches, niemand im Team will etwas mit so einem Projekt zu tun haben …“

Mosaic of Hermaphroditus, North Africa, Roman period, 2nd-3rd century AD wikimedia commons
Mosaic of Hermaphroditus, North Africa, Roman period,
2nd-3rd century AD wikimedia commons

Wenn Hermes und Aphrodite gewusst hätten, dass ein Petersburger Team von App-Programmierern ihrem Sohn gegenüber intolerant ist – welch schreckliches Schicksal hätte diese wohl ereilt? Und solche „Kenner“ der antiken Mythologie gibt es in Russland viele.

Ist es wirklich möglich, dass ein interaktives Buch über Meta Morfoß, die sich in alles Mögliche verwandeln kann, für verwerflich gehalten wird?

Daktylos Media wird gute Buch-Apps machen

Girls reading Story Book Apps on a tablet (c) Daktylos Media
Girls reading Story Book Apps
on a tablet (c) Daktylos Media

Kinder lieben Bücher und Vorlesen – und sie lesen entgegen verbreiteter Ängste auch selbst! Außerdem sind sie völlig fasziniert von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet Computern. Wer hat noch nicht erlebt, wie ein Kind mit so einem Gerät für mehrere Stunden in die verführerische Welt der Apps abtauchen kann, wenn es nicht von besorgten Eltern daran gehindert wird. Solche Sorgen sind verständlich, aber sie werden noch geschürt durch warnende Stimmen namhafter Autoren. Wir fragten uns: Wie kann man Lesen und die neuen technologischen Möglichkeiten miteinander so verbinden, dass letztere richtig ausgeschöpft werden, das Kind jedoch durch sie nicht abgelenkt und zerstreut, sondern erst zum eigentlichen Lesen motiviert wird? Unsere Überlegungen scheinen gerade zur rechten Zeit zu kommen, nicht nur uns fällt auf, dass es – nicht nur in Deutschland – an innovativen Buch-Apps fehlt.

So haben wir Daktylos Media gegründet, einen Verlag für die Konzeption und Produktion von interaktiven Kinder- und Jugendbüchern als Apps fürs iPad und Android Tablets. Wir erfinden neue Formate für Buch-Apps: Beginnen werden wir mit dem „Lesequest“ und danach mit der „Abenteuer Geschichte“. Das Lesequest ist eine Mischung aus E-Book und interaktivem Suchspiel. Die Leserin oder der Leser animieren die Illustrationen, indem sie die Schlüsselwörter auf jeder Seite der Erzählung finden und antippen. So lenken die Animationen in unseren Story Book Apps nicht vom Lesen ab, sondern – im Gegenteil – sie motivieren dazu. Unser zweites geplantes App-Format, die „Abenteuer Geschichte“, wird Belletristik und Sachbuch zu Themen aus Geschichte und Kultur der Menschheit miteinander verbinden. In einer Daktylos Media App kann man zwischen drei Sprachversionen umschalten: Deutsch, Englisch und Russisch. Wir wollen weltweit eine der ersten Adressen für den Kauf von hochwertigem App Content für Kinder und Jugendliche sein!

woodleywonderworks@flickr, CC BY 2.0
woodleywonderworks@flickr, CC BY 2.0

Die Stores von Apple und Google bieten keine erweiterten Suchfunktionen für Buch-Apps. Deshalb eröffnen wir dieses Blog. Hier werden wir auf Deutsch und auf Russisch zu Kinderbuch-Apps sowie zu E-Books für Kinder und Jugendliche schreiben. Wer nach gutem und sinnvollem App-Content sucht und mehr über die digitalen Trends in der Kinder- und Jugendliteratur im 21. Jahrhundert wissen möchte, ist hier richtig.

Unser erstes App wird das Meta Morfoß Lesequest sein, eine Erzählung von Peter Hacks über ein kleines Mädchen, das sich ständig in alles Mögliche verwandelt. Die App verbindet diese wunderbare Geschichte mit Illustrationen des russischen Illustrators, Animators und Gamedesigners Max Litvinov (aka  KClogg). Demnächst werden wir hier über unsere geplante Crowdfunding-Kampagne zur Produktion des Meta Morfoß Lesequests berichten.